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Dienstag, 12. August 2014

Krieg auf den Straßen

Ich weiß, jeder sagt mir das, aber ich kann nicht anders.
Ich muss sie lesen, die Kommentarspalte der LVZ.
Wie bei jedem Online-Presse-Erzeugnis ist sie der Hort des dümmsten Phrasengedräsches des Netzes.
Hier kann man sich anonym bepöbeln, beschimpfen und seine dummen Stammtischparolen vom Stapel lassen. Publikum gibt es schließlich genug.
Zu meinem Selbstschutz werde ich mich dort nicht registrieren, möchte aber auf meinem Wege in folgende Debatte einschreiten!

Kurz vor weg. Ich bin kein Auto-Hasser. Einige Autos finde ich sogar sehr ästhetisch.

Ich kann nur manchen Auto-Lenker nicht verstehen und die Starrsinnigkeit das mir ein EIGENER PKW Mobilität, Komfort und Luxus schenkt, das mag zwar in Teilen zutreffen, aber nicht in Leipzig.

Im Folgenden spar ich mir auch, zu bestimmen welches Geschlecht die Kommentatoren haben, dies gehört zu ihrer Anonymität und sie werden mit "Der Kommentator" angesprochen. Ich bitte dies bei allen Leserinnen zu entschuldigen.


LVZ: CDU-Chef Clemen fordert Abkehr vom starren Streifen


Den Artikel lasse ich bewusst außen vor, ich möchte lediglich die Kommentare bewerten und vielleicht das eine oder andere Argument entkräften.

Man verzeihe mir meine Einseitigkeit, ich probiere mich auch in die Gegenseite einzufühlen, ich besitze nun mal kein eigenes Auto mehr.

Die Kommentare habe ich fett und kursiv hervor gehoben.


Los gehts:


Gleich der erste Kommentar enthält folgenden Satz.


Größer Einkäufe transportieren sich schlecht mit dem Rad. Und wer die Kosten für ein Auto hat spart sich die Öffentlichen ( schon bei den Preisen ) !


Wir sind eine 4 köpfige Familie ohne Auto, wir machen unseren Wocheneinkauf ohne das Blechgefährt. Das ist zumindest in Leipzig auch nicht schwer, im Umkreis von ca. 1 km haben wir 5 Einkaufsmärkte sogar einen Supermarkt und mehrere kleine Läden.

Wer behauptet das sich größere Einkäufe schlecht mit dem Rad transportieren lassen, hat noch nie ausprobiert was alles in heutige Fahrradpacktaschen rein passt. Auch ist der Ablauf viel entspannter.

Einkauf mit dem Auto:


-aufs Parkdeck fahren

-Parkplatz suchen (meist weit weg vom Eingang)
-Einkaufswagen holen
-Pfand und Kinder einladen
-Einkaufen
-an der Kasse alles in Tüten packen
-die Tüten und die Kinder ins Auto laden
-Einkaufswagen wegbringen
-nach Hause fahren
-erneute Parkplatzsuche bzw. parken in 2. Reihe (außer man hat einen Stellplatz)
-ausladen und ggf. umparken
-auspacken und feststellen, dass man die Plastiktüten nicht braucht und entsorgen

Einkaufen mit dem Rad


-direkt vor die Tür des Marktes fahren, denn dort sind meist die Stellplätze

-die Einkaufswagen befinden sich auch gleich dort
-Packtaschen (mit Pfand) und Kinder einladen
-Einkaufen
-an der Kasse alles in die Packtaschen packen
-Am Eingang alles aufs Fahrrad packen
-nach Hause fahren
-Rad in den Keller
-Kein Müll weil ich meine geliebten Packtaschen wieder verwende

Ich muss gestehen, wir kaufen keine großen Mengen Getränke mehr. Wir filtern unser Leitungswasser lieber und sprudeln dieses mit CO2 auf und/oder mixen es mit Fruchtsaftkonzentrat.

Und mein Bier kommt bequem mit der Post.
Wer den schweren Kram noch selber schleppen muss kann das gerne noch an die Liste mit anfügen.

Den vermeintlichen Komfort den das Auto bringt, gibt es nicht. Ich habe davon in der Großstadt keinen Mehrnutzen und trotzdem sind die Leute zu bequem dies zu erkennen.

Also fahren sie lieber die ca. 2 km mit ihrem Auto, obwohl ja Kurzstrecke so schädlich ist fürs heiß geliebte Blech. Sie sind frustriert weil es keine Parkplätze gibt und weil die Kinder quängeln und denken sie hätten Zeit und Geld gespart. Mit Nichten, sie haben Nerven gelassen.

Kostenvergleich ÖPNV zu Auto

Der 2. Satz bezieht sich auf die Kosten, die man sich für den ach so teuren ÖPNV spart.
Wir besitzen 2 Monatskarten a 115€.
Damit können wir am WE im gesamten Netz des MDV fahren und in der Woche in ganz Leipzig.
Getrennt voneinander und wann und so oft wir wollen.
Unser Auto kostete damals 160€ Steuern, 800€ Versicherung im Jahr.
Macht im Monat 80€, dann kamen noch mal ca. 80€ Sprit im Monat dazu. Sind wir bei 160€.
Da sind noch keine Reparaturen mit drin und es konnte immer nur einer das Auto nutzen (wer 2 Autos hat verdoppelt ganz einfach die Kosten) und weil es neu war, kam die Rate bzw. der Anschaffungspreis auch noch mit dazu. Nimmt man das zusammen ist man bei ca. 300€ jeden Monat nur um in Leipzig mobil zu sein. Muss man natürlich pendeln und fährt viel weitere Distanzen muss man die Rechnung anders aufziehen. Aber nur für den Raum Leipzig geht die Rechnung nicht auf.

Wenn man den ÖPNV attraktiver machen wollte, dann müsste man den Menschen auch mal attraktivere Angebote unterbreiten, anstatt sie nur in schöner Regelmäßigkeit mit steigenden Fahrpreisen zu konfrontieren. 65,40€, was ja umgerechnet über 2€ pro Tag sind, 1,80€ für ein Kurzstreckenticket oder 9,20€ für 'ne 4er Karte mit 'ner Ersparnis von nicht mal 5% gegenüber den Einzeltickets, das ganze bei oftmals überfüllten Bussen und Bahnen, verleiten nicht gerade dazu, vom eigenen Untersatz auf die LVB umzusteigen. 
Über die geforderte Kosteneinreduzierung bei den LVB kann ich nur milde lächeln. Letztlich wird und wurde bei den politischen Entscheidungsträgern doch alles durchgewunken, was von den Verkehrsbetrieben gefordert wurde, Entscheidungen darüber allenfalls zeitlich etwas hinausgezögert. Die Probleme, die sich daraus ergeben und jetzt mehr und mehr zu Tage treten, sind hausgemacht. Und das nicht erst seit gestern...


Kommentar Nummer 8 geht auch nochmal auf den ÖPNV ein. Die Kosten haben wir oben schon auseinander genommen, darauf muss ich nicht mehr eingehen, nur eins, wer günstiger (Rad und zu Fuß ausgenommen) als mit 2€ pro Tag durch Leipzig kommt, möge mir bitte sagen wie.

Die Kritik an der LVB kann ich nicht ganz teilen. Überfüllte Bahnen und Busse erlebe ich eigentlich nur zu Großveranstaltungen im Sportforum. Doch hier alleine der LVB die Schuld zu geben ist nicht richtig. Alleine, dass das Sportforum mittlerweile im Zentrum liegt und es logistisch kaum möglich ist die Massen dort ordentlich weg zu leiten, ist auch eine krude Fehlplanung unserer Stadt. Natürlich möchte man die Sachen nutzen die schon vor Ort gegeben sind, aber das Zentralstadion weiter als solches zu betreiben finde ich rein aus verkehrspolitischer Sicht eine Katastrophe. Hier hätte ein Stadion vor den Toren der Stadt mehr zur Entspannung der Verkehrssituation beigetragen. Nicht auszudenken wie groß das Chaos zu Olympia geworden wäre.
In der S-Bahn kommt es auch oft vor, dass diese recht voll sind. Aber das ändert sich hoffentlich wenn die neuen Wagen endlich kommen.
Und selbst wenn mehr Leute mit Bus und Bahn demnächst fahren werden, so wird die LVB auch darauf reagieren müssen, mit mehr Fahrzeugen und geänderten Taktzeiten. Obiges Argument beschreibt also nur bedingt den Status Quo und ist meines Erachtens haltlos.

Macht einfach die Straßenbahn und den Bus wieder billiger, dann fahren mehr Leute damit, das bringt mehr Einnahmen durch mehr Fahrkartenverkäufe, mehr Einnahmen, weil angeblich mehr Leute irgendwelche Werbung an Haltestellen anglotzen und wahrscheinlich noch irgendwelche Fördermittel, 


Kommentar 18 geht auch noch mal auf das Thema ÖPNV ein.

Mit Nichten reicht es, durch geringere Preise die Leute dazu zu bewegen ihre "Komfortzone" Auto zu verlassen. Das Problem dabei, man sieht nur Fahrpläne nach denen ich mich richten muss, fremde Leute mit denen ich fahren muss und die Bimmel hält nicht direkt vor meiner Tür.
Das ist schade, dabei sind die Fahrpläne klasse. Tagsüber kommt eine Bahn idR alle 10 min. Hab ich mal eine verpasst muss ich nicht lange warten. Hab ich einen wichtigen Termin, mach ich einfach früher los. "Erst auf den letzten Drücker weil das schaff ich ja mit dem Auto noch..." ist dann passé. 
Zum Glück, ich habe weniger Stress, beschimpfe weniger andere Verkehrsteilnehmer und komme dadurch entspannt und gelockert an und kann mich voll auf meinen Termin konzentrieren.
Ich beobachte gerne Leute in der Bahn, das ist manchmal lustig, manchmal traurig. Aber ich habe immer was zu erzählen. Oft kommt man auch mal ins Gespräch mit netten Leuten. Am wichtigsten ist jedoch, man erkennt das man nicht alleine ist, das soziale Gefüge verstärkt sich bei mir dadurch, ich bin nicht abgeschottet allein in meinem Panzer unterwegs sondern übe mich jeden Tag in Empathie.
Und die paar Meter zur nächsten Haltestelle, beim dichtesten Straßenbahnnetz Deutschlands ist das keine Untertreibung, halten mich fit.
Der ÖPNV kann eigentlich nur über Sauberkeit, eine hohe Verfügbarkeit (Bahnen in technisch einwandfreiem Zustand, kürzere Taktzeit) seine Attraktivität steigern. Leider ist Mobilität fast nie kostenfrei. Der Leipziger soll erkennen, das man in Leipzig mit Auto nicht so mobil ist wie mit der Kombination aus ÖPNV, Fuß und/oder Rad!

Hat der Mann sich schon mal überlegt, wie der Verkehr fließen könnte, wenn nicht in vielen Straßen Autos parken würden? Ich mein das oft links und rechts eine blockierte Spur!


Kommentar 19, sehr schönes Argument. Das übersehen viele Autofahrer, ihr Vehikel nimmt auch ungenutzt enorm Platz weg. Es steht sinnlos am Straßenrand, nimmt beim überqueren die Sicht und rostet dort vor sich hin. Nur um min. 2 mal am Tag genutzt zu werden. Und selbst wenn es genutzt wird, ist die Raumausbeute eher geringer als der Nutzen. Schon alleine weil man eh meistens allein im Auto unterwegs ist.





Zu Hrn. Kasek & Fr. Nagel: Auch Fr. Nagel wird eines Tages verstehen, dass ein erheblicher Teil des Kfz-Verkehrs auch unternehmensbedingt ist & auch zum Zweiten erheblichen Teil Pendlerverkehr beinhaltet. Ich möchte mal ernsthaft wissen wie Fr. Nagel sich vorstellt wie denn beispielsweise ein Handwerkstrupp zum Kunden kommen soll ohne PKW. Falls jetzt wieder einer kommt mit "Carsharing", dass wird bei mittelständischen Handwerksunternehmen schlecht klappen


Kommentar 26 wir haben auch Pendler und gewerblichen Verkehr in der Stadt.

Aber auch hier gibt es Modelle um das zu lösen. Park & Ride in Verbindung mit ÖPNV und Pendlertickets zum Bsp.
Ich als Pendler möchte doch so schnell wie möglich raus aus der Stadt und nach Hause.
Ich denke das ist auf diese Weise schneller und effektiver als sich mit dem eigenen PKW durch die Stadt zu quälen.
Es gibt Gewerbe die auf den PKW angewiesen sind, für die wäre dann ausreichend Platz.
Ich möchte das Thema aber bei einem anderen Kommentar auseinander nehmen.

Handwerker mit dem Lastenrad? Noch nie gesehen, bei mir kommen sie , sofern notwendig, immer mit den voll gepackten Transporter um alles "dabei zu haben" was man so brauchen könnte - von Geräten bis zum Material. Egal welche Art von Handwerker - außerdem oft von quer beet "sonstwo" aus Leipzig bzw. Umgebung. Glaube wenn "ich" denen mal den Vorschlag vom "Lastenrad" machen würde, wäre ich gleich "ihr bester Freund" ;-).


Kommentar 29 ist eine Reaktion auf den Vorschlag, den gewerblichen Verkehr auf das Lastenrad zu verteilen.

Ich glaube kaum, das die Gerüstbauer auf der nächsten Baustelle mit 50 Lastenrädern aufkreuzen. 
Jedoch gibt es Gewerbe die sehr wohl mit dem Lastenrad funktionieren.
Das Problem liegt hier woanders.
Dank des Autos haben wir uns eine "grenzenlose" Mobilität geschaffen, glauben wir. 
Und nun müssen wir die Früchte dieser Annahme ernten. Es ist daher kein Problem wenn wir eine Firma nehmen, die 40km weg liegt als den Klempner um die Ecke und das nur weil die andere Firma 20€ günstiger ist. 
So wird es auch von den Kommunen vorgelebt, so müssen Ausschreibungen veranlasst werden. Statt den lokalen Markt zu fördern, werden Firmen aus anderen Städten damit beauftragt hier zu arbeiten. Na klar müssen die mit dem Auto kommen. 
Nicht anders ist es beim Pendelverkehr, dieser entsteht nur durch die Meinung, dass heutzutage jeder per PKW mobil sein muss um zur Arbeit zu kommen. Und anstatt dann über die Verkehrsproblematik zu schimpfen, sollte man doch lieber die Kommunen mal fragen, warum man seine Arbeit woanders suchen muss, warum nichts Lokales gefördert wird, warum jedes Unternehmen so geil darauf ist, das man gefälligst einen Führerschein braucht.
Ich möchte damit aber nicht in Abrede stellen, das es nach wie vor Gewerbe gibt, die das Auto benötigen. Lieferdienste, Speditionen uvm.
Alle anderen leben nur in der "Komfortzone" Auto und baden den Teufelskreis aus, den uns der eigene PKW gebracht hat.

Endlich regt sich einer in der Politik: Die aufgemalten radstreifen auf leipzigs Straßen sind ein Witz - Es werden den Autofahrern eine Spur weggenommen wenn nur eine bzw. zwei Spuren da sind. Bsp.: Kreuzung Schumannstr. Lützowstr. Die westtangende wird auf eine Spur verringert. 100 PKW - kein Radfahrer!! 


Kommentator 35 ist dem Phänomen erlegen dem wir alle jederzeit erliegen.

Er sieht nur den Moment, nämlich die halbe Stunde die er auf der Georg-Schumann-Str. verbringt. 
Für mich ist es eine der wichtigsten Zufahrtsstraßen mit dem Rad in die Stadt.
Um dieses Argument zu entkräften, müssten mal die Verkehrsteilnehmer gezählt werden.
Desweiteren ist eigentlich die B6n bzw. Max-Liebermann-Str. als Ausweichroute für die Schumannstr. gedacht. Zumindest um nach Schkeuditz zu kommen, ist dies auch die bessere Alternative. 
Hier dienen auch die Radstreifen dazu, die Straße für Autos unattraktiv zu machen, eben um sie auf die Max-Liebermann-Str. zu zwingen. Die Anwohner haben hier leider das Nachsehen, insoweit sie auf das KFZ dringendst angewiesen sind.

Man könnte auch noch extra Kinderwagenspuren auf die Straße malen, um den Kitawahn die Krone auf zu setzen.


Aber dank dieses Zusatzes des gleichen Kommentators spreche ich ihm/ihr jegliches Einfühlungsvermögen ab und bin mir sicher, das er/sie sich weder mit dem einen noch dem anderen Thema auseinander gesetzt hat.


Radfahrer gehören auf den Radweg, egal wo und wie dieser einge-
richtet ist


Kommentar 36 dessen erster Punkt ist schlichtweg falsch.

http://bernd.sluka.de/Radfahren/rechtlich.html

Ich freue mich auf den gestrichelten Radstreifen. Endlich Schluss mit der Zeit wo lächelnde Radfahrer am Stau vorbeifahren, wenn ich jetzt den Radweg zustelle


Kommentar 39 was soll man dazu noch sagen? Nur weil ich nicht weiter komme soll auch kein anderer das können? 

Auch hier fehlt jegliche Empathie. Kein Verständnis von Mobilität ist hier vorhanden vielleicht müsste man hier wirklich überprüfen ob der Kommentator überhaupt die psychische Reife besitzt am Straßenverkehr teilzunehmen!

In Ausland werden 6 spurige Straßen gebaut -da sollte man sich mal Anregungen holen, statt nur zu diskutieren wie wo und wann Radfahrwege angelegt werden. 


Kommentar 42 so viel zum Thema Platz. Möchte dann mal sehen wie dieser Kommentator die Straße zu Fuß überquert? Und mit Nichten klärt das das Verkehrsproblem. Man schaue sich Metropolen in den Staaten an. Da steht der Verkehr auf bis zu 10 Spuren.

Nun ist Leipzig nicht mit diesen Metropolen vergleichbar. Alleine unsere Einwohnerzahl ist weitaus geringer. Das reicht dann glaub ich auch als Gegenargument aus um die 6 spurige Straße zu entkräften. Außer wir haben alle 2 Autos mit denen wir gleichzeitig rund um die Uhr fahren.

Dann fahren sie mal für eine 4-köpfige Familie mit dem Fahrrad einkaufen (inkl. Getränke etc.).
Da ich berufstätig bin, komme ich nur zu diesem einen Großeinkauf in der Woche. Und da ist das Fahrrad definitiv fehl am Platz.
Für den täglichen Arbeitsweg ist das Fahrrad aber gut, da gebe ich ihnen Recht.


Kommentar 44, was zu beweisen wäre. Auch wir sind berufstätig, auch wir sind 4-köpfig. Vielleicht sollte er sein Einkaufsverhalten überdenken? Mehrere kleine Einkäufe sind stressfreier und schneller getätigt als der Horror Großeinkauf, am besten freitags, wenn ganz Leipzig im Kaufland steht. Der kleine Laden um die Ecke hat manchmal das bessere Sortiment, die Preise sind nicht viel höher und anstatt sich sinnlos von der Glotze beprasseln zu lassen, lieber mal Mittwoch Abend 21 Uhr einkaufen. Die neuen Supermärkte ermöglich das ja! Im Übrigen erledigen wir den Großeinkauf nur per Rad oder ÖPNV. Und wer sein Leitungswasser völlig überteuert und mit sinnloser Plastikverpackung aus dem Markt schleppt, was soll man dem noch sagen?


Also ich könnte tatsächlich locker auf mein Auto verzichten. Es steht aber eher selten im Stau, sondern mehr vor dem Haus. Ich brauche es eigentlich nur, um das Kind in die Krippe zu bringen, wenn es stark regnet oder ich Unmengen an Gepäck habe. Wären alle Kinder in einer gemeinsamen Kita in Fußgängerentfernung, kann ich auf die paar Kilometer auch verzichten. Mit Bus und Bahn würde ich 45 min für eine Strecke brauchen. Das geht natürlich nicht. Bleibt das Fahrrad als sinnvolles Fortbewegungsmittel. Für längere Fahrten nehme ich das Auto, weil es ja eh da ist und lache über die horrenden Strabapreise. Warum muss eigentlich der Normalnutzer all die Leipzigpass, Schwerbeschädigtenermässigungen und sonstigen Freifahrten mit subventionieren? Warum nicht eine Haushaltabgabe für 20 E/Monat. Sollte man wirklich überdenken. Es ist ja nicht so, dass ich deswegen jeden Tag quer durch die Stadt gondeln würde. Aber zumindest brauche ich das Gefühl, etwas für mein Geld zu bekommen und das ist bei 2,60 für die Einzelkarte eben nicht der Fall.


Kommentar 48 er/sie denkt zumindest darüber nach. Das ist zumindest das worum es in erster Linie geht. Abzuwägen für welchen Weg ich wirklich ein Auto brauche (und selbst dann gibt es CarSharing). Um nur mal kurz in die Stadt zu fahren sicher nicht. Baustellen, Stau und kaum Parkplätze oder teure Parkhäuser sollten Abschreckung genug sein. Und trotzdem bin ich früher ausschließlich mit dem Auto in die Stadt gefahren. Im Nachhinein betrachtet, eine große Geld- und Zeitverschwendung. Die horrenden Straßenbahnpreise hab ich weiter oben schon widerlegt, jedoch ist der Absatz mit der Haushaltsabgabe sehr interessant. Ich denke auch, dass so ein Projekt funktionieren könnte. Jeder Leipziger zahlt eine gewisse ÖPNV-Abgabe und darf dann diesen auch uneingeschränkt nutzen. Wenn ich eh dafür bezahlen muss und jederzeit einsteigen kann, dann machen das auch einige Leute. Vergleichbar ist dies mit dem Versicherungsmodell unserer Sozialabgaben. Auch wenn ich diese nicht nutze, werde ich davon abgefangen. Ich gebe damit jedem Leipziger die Möglichkeit sich frei und unbegrenzt in der Stadt zu bewegen.



Selten etwas mit so wenig Substanz gelesen wie hier. Zuviele Autos? 
Vielleicht ist Herrn Kasek und Demo-Jule entgangen, dass die Einwohnerzahlen seit Jahren steigen?


Kommentar 50 ich wusste gar nicht, dass das eine mit dem anderen zwingend einher geht?

Wer etwas googelt erhält einige Zeitungsberichte die sich auf Studien stützen, die berichten, dass immer weniger Menschen ein eigenes Auto in Großstädten besitzen. Dabei scheint sich heraus zu kristallisieren, dass je größer die Stadt, desto weniger Einwohner besitzen ein eigenes Auto. Sinn macht das irgendwie schon. In Leipzig ist dieser Trend noch nicht so abzusehen. Jedenfalls ist es für beide Parteien wohl sehr schwer über den eigenen Tellerrand zu sehen und zu akzeptieren, dass es Menschen gibt die auf das eigene Auto verzichten.

Zum einen ist hier die Stadt selber schuld. Statt große Einkaufszentren (mittlerweile auch innerhalb der Stadtbezirke) zu genehmigen wären mehrere kleinere Einkaufsmärkte in fußläufigen Entfernungen sinnvoller. Statt ein eigenes Auto zu benutzen wäre zumindest auch Carsharing eine Alternative für den einen Großeinkauf. Und btw.: Warum gibt es noch keine Lieferservice der Großmärkte wie Kaufland etc.? Ist eben noch nicht notwendig solange Supermärkte mehr auf riesige Parkflächen statt auf eine günstige ÖPNV- Anbindung zu achten...


Kommentar 54 möchte ich umkommentiert lassen, sehe ich genau so.


Die gestrichelten Linien bringen nichts. Radfahrer ärgern sich, wenn Autos drauf parken oder halten und Autofahrer achten dadurch auch nicht besser oder schlechter auf die Radfahrer auf der Straße.

...
Die 3 wichtigsten Grundsätze für meine Mobilität: 1. § 1 STVO 2. Weniger Bequemlichkeit, denn das ist das Autofahren nun mal und 3. einfach mal die tatsächlichen km-Kosten des Auto ausrechnen (sind bei meinem alten Auto z.B. 33 Cent/km)


Auch Kommentar 61 möchte ich fast so zustimmen. Ich denke jedoch, dass die gestrichelten Linien doch was bringen. Sie signalisieren dem Radfahrer, dass er hier fahren kann. Leider denkt auch jeder, dass diese Linie eine unsichtbare Schutzbarriere mitbringt und vernachlässigt so den Mindestabstand. Ich denke jedoch, dass der Effekt, Leuten zu zeigen, dass man hier Rad fahren kann, höher ist.


Es will keiner ausprobieren. (Lastenrad) Auto geht leichter, schneller (bis man wieder von einem Blitzerfoto jammernd zusammenbricht) und so weiter. Der Ton gegenüber Radfahrern hat durchaus was vom Benehmen einiger Autofahrer auf Leipzigs Straßen. Die müssen nämlich dringende Termine einhalten, dafür fahren sie ohnehin schon wie die gesengten ... Fragt sich nur manchmal, welche Termine.


Komischerweise bin ich ohne Auto bisher zu jedem Termin pünktlich erschienen. Ich rege mich auch weniger auf. Ich habe für mich festgestellt, sobald ich in einem Auto als Fahrer sitze, werde ich leicht aggressiv, ich hab auch ständig im Hinterkopf 'hoffentlich bin ich dem Auto hinter mir nicht im Wege, los ich fahr einfach schneller'. Ich kann das auch nicht abschalten, habe das aber erst bemerkt, seitdem ich größtenteils auf das Auto verzichte.

Ich habe aber auch fest gestellt, dass ich mittlerweile anders mit dem Auto unterwegs bin. Ich halte mich an Geschwindigkeiten, nehme mehr Rücksicht, kann besser Fehler verzeihen.
Ich denke, dass viele diese Beobachtungen machen, wenn sie mal einen Perspektivwechsel vollziehen.


Ich weiß, dass ich niemanden aufs Rad zwingen werde, mir ist klar, das ein Leipzig ohne PKWs vollkommen utopisch ist. Und wer meint, sich ein teures Stück Blech vor die Tür stellen zu müssen, der soll das tun.

Ausgenommen sind hier die Geißeln des privaten PKW, die Pendler, die Frauen die nachts alleine unterwegs sind, Menschen die aufgrund von Behinderung ihre Mobilität dank des Autos erhalten oder erweitern.


Wer aber meint, sich als Dorfsheriff auf spielen zu müssen, wer denkt sein Auto als Waffe zu missbrauchen, wer sich darüber aufregt, dass andere schneller sind oder für ihn ein Hindernis darstellen, der sollte tief in sich gehen und darüber nachdenken, ob er hinter einem Lenkrad wirklich richtig aufgehoben ist.


Ich für meinen Teil werde weiter ÖPNV und Rad nutzen, es tut mir gut.


Wir haben alle dasselbe Ziel, gesund und stressfrei bei unseren Lieben zu Hause ankommen. Die Straße ist kein Platz um seine Muskeln spielen zu lassen, sie ist öffentlicher Raum für alle. 


Samstag, 14. Juni 2014

Fahrradstadtplan Leipzig

Nach langem hin und her halt ich ihn endlich in den Händen. Leipzig hat einen Stadtplan speziell für die Bedürfnisse der Radfahrer ausgegeben.
Diesen bekommt man Kostenfrei bei den Bürgerämtern, Uni und HTWK, dem ADFC und dem Stadtbüro.
Was einfach klingt wurde bei mir zur Odyssee.
Zuerst war ich natürlich beim Bürgeramt, konnte da aber nichts finden.
Nach einem Anruf beim Bürgertelefon erfuhr ich, das es den Plan nur am Schalter gibt.
Da ich mein Anliegen für weniger dringlich hielt, nahm ich davon Abstand eine Nummer zu ziehen und die Warteschlange noch mehr zu vergrößern.
Nächstes Ziel ADFC im Petersteinweg 2. Hier hindern mich die Öffnungszeiten daran zu meinem Exemplar zu kommen, das Büro öffnet meistens am Nachmittag. Also ab zur Stadtinfo, die wie ich dort erfahre wenig mit dem Stadtbüro zu tun hat.
Das findet man neben dem Rizzi bei der Pinguin Eisbar. Leider macht dieses auch erst 14 Uhr auf. Ich habe jedoch Glück.  Eine nette Mitarbeiterin die in ihren Vorbereitungen zum anstehenden Arbeitstag steht, erbarmt sich mir und überreicht mir das Objekt meiner Begierde. Danke!
Wer sich für die Auslieferung der Pläne interessiert, der schaut hier vorbei. Die Logistik wurde nämlich mit Lastenrädern bewältigt, auch das find ich klasse.

Zum Plan.
Aufgebaut wie eine normale Landkarte dürfte es unterwegs etwas schwieriger werden den Plan auf dem Rad einfach zu benutzen.
Im Plan selber findet man sämtliche Infos wie Radwege und Straßen, Fußgängerzonen, für Radverkehr gesperrte Wege und auch Tempo 30 Zonen.
Fahrradhändler, CarSharingstationen und NextBike Stationen sind ebenfalls gekennzeichnet.
Alles in allem eine richtig gute Sache. Wünschenswert wäre es, wenn der Plan auch für Fahrradtouristen in der Stadtinfo erhältlich wäre, für die macht er nämlich am meisten Sinn. Dann natürlich gegen eine Schutzgebühr oder ähnliches.
Das wird aber wohl leider nicht passieren da auch die Stückzahl  auf nur 7400 Stück begrenzt ist. Dafür gibt es die Pläne völlig kostenfrei.
Fazit: gut zum planen der nächsten Tour, aber die meisten Leipziger Radler wissen das auch ohne Plan. Besser für Zugezogene und Touristen.

Freitag, 13. Juni 2014

Dienstag, 10. Juni 2014

Critical Mass oder ist Fahrradfahren ein Politikum?

Freitag, 30.5. es ist sonnig aber nicht zu heiß. Gelesen hatte ich schon viel über das Phänomen Critical Mass. Jetzt war es an der Zeit, das ganze mal zu erleben.
Aber wie bei so vielen Dingen, stelle ich auch hier wieder fest das Leipzig noch nicht in allen Themen so Hip ist, wie manch einer behauptet, teils zum Glück, teils zum Nachteil.
So auch bei der Leipziger Critical Mass. Hier aber nur auf die Teilnehmerzahl bezogen.
18 Uhr war Treffpunkt am Augustusplatz, als ich 10 min. vorher schon mal vorbei fuhr, standen dort ca. 5 Leute mit ihren Rädern.
Nun da ich schüchtern bin, drehte ich noch eine Schnelle Runde um unsere Innenstadt. Wieder am Treffpunkt angekommen waren es mittlerweile ca. 15 Leute.
Bis ca. halb 7 wuchs die Teilnehmerzahl auf 60 - 70 Leute, was eine ordentliche Anzahl ist aber leider in Bezug auf Berlin, mit dem Leipzig ja immer so gerne verglichen wird, oder Hamburg sehr hinterherhinkt. Das Thema "Alternative zum Auto" ist in der Messestadt noch nicht da angekommen, wo es hin gehört, zumindest aus meiner Wahrnehmung.

Dann ging es auch schon los. Ein Lastenrad mit Musik sorgt für die Unterhaltung und der jeweils erste der Masse bestimmt wo es lang geht.
Der Rest passiert.
Im gemütlichen Tempo radeln wir über ansonsten dicht befahrene Straßen.
Das ist schön, man muss nicht so stark aufpassen. Links und rechts werden die Zufahrten blockiert und das ein oder andere Schwätzlein mit den Autofahrern gehalten.
Es ist friedlich, alle freuen sich die Straße zumindest einmal im Monat für sich beanspruchen zu dürfen.
Die Polizei fungiert diesmal mehr als Begleitschutz, das war bei den letzten CMs wohl anders, lassen wir uns sagen.
Man kommt schnell ins Gespräch und merkt, das man mit seiner Sichtweiße auf manche Dinge doch nicht alleine ist.

Spreche ich in letzter Zeit über meine Erfahrungen ohne Auto und über die Situationen die ich mit dem Fahrrad erlebt habe, gelte ich schnell als Sonderling oder soll mir ein Auto kaufen oder bin einfach nur ein Verkehrshindernis.
Am meisten stört mich aber der mitleidvolle Blick "Ohne Auto? Das muss aber schwer sein! Können wir euch helfen?"
Ja, nehmt etwas Rücksicht und nein, das ist nicht schwer!

Bei der CM unterhalte ich mich über andere Radkonzepte, Mobilitätslösungen und natürlich die bauliche Situation für Fahrradfahrer.

Leipzig ist auf einem guten Weg, es sind neue Radwege entstanden, meist nicht komplett durchdacht wie z.B. in der Georg-Schumann-Str. wo sie an jeder Kreuzung einfach aufhören, es gibt Leihräder oder CarSharing Modelle und aus dem Rathaus hört man auch immer öfter das Thema Fahrrad.
Das sind alles gute Ansätze, aber es fehlt noch an einigen Stellen.
Was ich mir wünschen würde, wären:

Fahrradmitnahme in der Straßenbahn
andere CarSharing Modelle, ohne feste Stationen
Park and Ride Plätze vor den Toren der statt
Die Nutzung des Fahrrades attraktiver machen

Zumindest für uns hat der Besitz eines eigenen Autos ausgedient. Zu teuer, zu viel Platz verschwendet und zu laut.

Für wen das nicht gilt, soll doch gerne an seinem Auto festhalten, akzeptiert aber auch, das es Menschen gibt, die überall nach alternativen suchen.
Wir haben alle das gleiche Ziel, wir wollen alle irgendwo gesund hin kommen.
Meinen Weg der Fortbewegung werde ich zur nächsten CM wieder zeigen.

Donnerstag, 17. April 2014

Petition autofreier Clarapark

Find ich ne gute Sache.
Es müssen nicht überall Blechlawinen rollen.
Wer Lust hat zeichnet!

Hier gehts zur Petition.

Frohe Ostern!

Dienstag, 15. April 2014

Feldtest oder die Entzauberung "meiner" Myhten!

Am Sonnabend den 12.4. war es nun soweit.
Auf der alten Radrennbahn in Kleinzschocher fand der BDO Feldtest statt.
Das Bike Department Ost ist ein Fahrradladen in der KarLi und veranstaltet jährlich dieses Event.
Ihr habt hier die Möglichkeit das üppige Angebot an Rädern des BDO zu testen.
Da ist vom Citybike über Cyclo Crosser bis hin zum Fully alles dabei.
Rocko, Matze (ein Freund von Rocko) und ich schmissen uns ins Getümmel.

Nach einer kurzen Anmeldung, zu der benötigt ihr euren Ausweis und eine EC Karte wobei uns der Sinn der EC Karte nicht ganz schlüssig war, es wurde hier ein Euro abgebucht den man dann sofort zurück erhalten hat vermutlich zu Verifizierung eurer Daten, habt ihr die Möglichkeit, jedes zum Test bereitgestellte Rad auf Herz und Niere zu prüfen.
Das geht natürlich am besten über den Rundkurs auf der Radrennbahn. Hierzu gibts ein paar kleine Regeln.

1. seht bitte davon ab mit eurem eigenen Rad die Bahn zu befahren, diese soll zum Event nur für die Testräder frei sein

2. Mountainbikes fahren unterhalb der breiten blauen Linie alle anderen überhalb, um den Verkehr auf der Bahn etwas zu regulieren

3. Wenn ihr zu den Testrädern wollt, müsst ihr die Bahn queren, passt bitte auf  den Verkehr auf

4. Ihr könnt die Räder solange ihr wollt testen, bedenkt aber bitte, das andere das Rad auch testen wollen

Sucht ihr etwas neues fürs Gelände, werden euch geführte Touren über die Halde in Kleinzschocher angeboten, ihr solltet aber schon mal auf einem Trail gewesen sein. Dort könnt ihr die Hardtails und Fullys den Berg runter treiben.

Der Feldtest war gut besucht, aber es kam kaum zu längeren Wartezeiten und die Jungs und Mädels dort sind nett und freundlich. Für das leibliche Wohl ist in Form von Grill und Getränkestand gesorgt und für die Kleinen gab es eine Hüpfburg und einen Parcours um die Kinderräder zu testen.
Leider gab es keine Stützräder sodass Kinder die noch nicht viel Übung haben leider nicht zu testen kommen.
Zubehör ist auch vor Ort, so gab es einen Thule Stand mit Gepäcklösungen und Transportmöglichkeiten für das Auto.

Ich hab das Angebot genutzt und mir endlich mal ein Rennrad unter die Füße geschnallt.
Mir ging es da nicht um bestimmte Komponenten oder eine Marke, ich wollte einfach mal sehen wie es sich an fühlt. Ich hab mir also ein Cube geschnappt und auf der Bahn dann gemerkt das eine Di2 Ultegra verbaut war, die elektronische Schaltung von Shimano.
Super, die steht ja auch noch auf meinem Wunschzettel. Zumindest bis dahin. Die Schaltung reagierte mir zu träge, auch war kein Druckpunkt zu spüren, sodass ich mehrfach drücken musste um einen Schaltvorgang auszulösen. Positiv ist, dass die Schaltung recht leise arbeitet und natürlich der Coolness Faktor. Ich hab 2 Runden auf der Bahn gedreht, ich glaube nicht das ich die Schaltung daher objektiv bewerten kann, jedoch viel mein erster Eindruck nicht so gut aus.
Es war mein erstes mal auf einem Rennrad und ich war daher recht unsicher unterwegs, aber die Geschwindigkeit und der Vortrieb waren enorm.

Da sich mein Sicherheitsgefühl in grenzen hielt, dachte ich mir das ich mich auf einem Cyclo Crosser womöglich wohler fühle, daher war als nächstes das Genesis Day One dran.
Ein Single Speed Crosser von der Insel, und da war der nächste Punkt auf meiner Liste, ein Single Speed oder Fixie. Die Übersetzung war etwas mau, eher fürs cruisen durch die Stadt gedacht, sodass ich eine hohe Trittfrequenz aufbringen musste, um etwas schneller zu sein.
Nebenbei bemerkte ich, wie sich ein anderer an einem Fixie versuchte und so seine Mühen hatte.
Also strich ich beides von meiner Liste und entschied auf das hippe Lebensgefühl der Fixies und Single Speeder zu verzichten.

Daneben stand ein Genesis Vapour, Cyclo Crosser, mechanische Tiagra Schaltung und ab ging die Post.
Was soll ich sagen, ich war hell auf begeistert.

Zum Abschluss gings nochmal über die Halde, die Strecke wurde wieder einmal "sabotiert". Ich bin leider gestürzt, was aber auf einen Fehler meinerseits geht, verletzt hab ich mich nicht und die Fahrt konnte weiter gehen.

Alle Eindrücke die ich geschildert hab sind meine, macht euch euer eigenes Bild und nutzt den Feldtest nächstes Jahr dafür, ihr habt die Möglichkeit dort mal alles gängige zu testen und vielleicht werdet ihr wie ich, von einigen Sachen entzaubert oder anderen neu verzückt.



Freitag, 28. Februar 2014

Frühjahrsschrauberei

Wenn die Vögel zwitschern, die Hausfrauen ihre Häuser putzen dann beginnt die zweitschönste Jahreszeit.
Dieses Jahr scheint der Frühling früher als sonst zu beginnen.
Das habe ich mir zum Anlass genommen mir einerseits etwas neues zu gönnen und andererseits alte Sachen wieder flott zu machen.

Aber seht selbst.

Ein Neuzugang für die Trails. Ein schmuckes Scott Hardtail. Erstmal mit ein paar NC17 Sudpin I Flats aufgehübscht.
Danke an Rocko, der sich endlich davon trennen wollte.
Der Sattel muss noch runter, da kommt ein Bontrager Inform Nebula Men oder was von SQ Lab drauf.


 Da mich die V Brakes am Diamant 247 nicht überzeugt haben, habe ich jetzt am Vorderrad die Magura HS11 verbaut. Was ich am Hinterrad mache, ist noch offen, ich möchte einerseits die Optik des Rades durch im Rahmen liegende Bremsleitungen nicht zerstören aber auch nicht unbedingt Öldruckleitungen im Rahmen verlegen. Vielleicht hat da ja einer Erfahrung von euch und kann mir da helfen.
Der Umbau war übrigens Kinderleicht!

Die gleichen HS11 zieren jetzt auch das Diamant meiner Freundin, ein etwas betagteres Damenrad.
Mit Kindersitz am Rahmen und einer sehr guten Sachsschaltung.
Ich habe leider versäumt Bilder zu machen, aber die kommen noch.

Wenn jemand Erfahrung mit den folgenden 2 Produkten hat, dann her damit:

LightSKIN Sattelstütze

Tagfahr LEDs im Lenker

Alternativ dazu suche ich coole, helle Beleuchtung für das SCOTT.

Bis bald!

Freitag, 21. Februar 2014

Streifzüge

Leider ist in letzter Zeit nicht allzu viel passiert.
Aber hier gibts ein paar Bilder meiner Streifzüge.

Ein schönes altes NSU!



 Mein 247 und perfektes Wetter, was gibt es schöneres!
 Ein wunderschönes Rad, gesehen in der S3, leider ist die Qualität sehr schlecht. Am Rahmen finden sich Teile ehemaliger Wasserleitungen und diverse andere Anbauten. Wenn jemand den Besitzer kennt, würde ich mich freuen mir Bescheid zu geben, würde mir das Rad gerne nochmal näher anschauen.
 Das Winterfamilienrad!
 Man beachte die Lampe
 Ein Fahrradfriedhof in einer Tiefgarage

Nebenbei baue ich gerade die Bremsanlage eines Diamant Damenrades um, wenn das fertig ist erfahrt ihr hier wie ich es gemacht habt. Und ich stell euch meine weiteren Projekte vor.

Sonntag, 2. Februar 2014

Na und? Haben ja auch nur 2 Räder!

Die Saison geht bald wieder los!
Um den Motorradjunkies unter euch die Wartezeit etwas zu verkürzen, hier ein paar Impressionen der Motorrad Messe Leipzig.




















Als Ninjatreiber war ich natürlich auf Kawasaki gespannt. Die ZZR wird wirklich immer interessanter. Die Z10R ist zwar auch was feines, aber bei meiner Körperfülle sieht die Ninja wie ein Spielzeug unter mir aus.



Auch Honda war wieder stark vertreten.
Hier mal die VFR 800 leider hinter "Glas".




































 Ob sich dieses Design durchsetzt? Die CTX 1300 ist jedenfalls nicht mein Fall aber dennoch imposant.














 BMW hatte natürlich die HP4 ihrer S1000RR mit, geile Waffe.
Auch die neue "nacksche" R1000 durfte nicht fehlen.
EineBesucherin neben mir verglich die Lampenmaske mit Karl Dall, treffend.












Leider ohne Fotos, der KTM Stand mit der kompletten DUKE Familie von der 125 bis zur SuperDuke.
Die Duke 390 könnt ich mir als Zweitmopped gut vorstellen.

Natürlich gabs auch wieder viel rund ums zweitschönste Hobby der Welt, die einschlägigen Motorradmagazine waren da. Reisebüros, Zubehör und natürlich Klamotten ohne ende.

Natürlich hat sich Monster nicht nehmen lassen wieder mal eine irre Stuntshow auf zu fahren, leider haben wir dieses Jahr die Todeskugel verpasst.

Wenn eure Lieblingsmarken nicht dabei sind, nicht ärgern, dann treffen wir uns halt nächstes Jahr dort und schauen uns den Rest an.

Hier noch ein paar Tipps:

Die Messe ist stets am ersten Februarwochenende jedes Jahr.
Auf dem neuen Messegelände gehts über den Osteingang zu den 2 Hallen.
Von 9 bis 18 Uhr stehen euch die Türen offen.
Eintritt kostet 12€, ermäßigt 10€, Kinder unter 16 Jahren kommen für lau mit.
Sonntag ab 15 Uhr ist es etwas angenehmer. 
Die meisten Besucher sind schon weg und man hat in Ruhe Zeit sich seine Bikes an zu sehen, mit den Händlern zu schwatzen und den ein oder anderen Benzinplausch zu führen.
Es kann vorkommen das einige Prospekte und Infomaterial vergriffen sind.

Leider gibt es keine Extrarabatte, zumindest hat mir keiner welche Angeboten.

Aber die Messepreise sind so schon sehr gut, z.B. Alpinestar Motegi Kombi komplett für 649€.


Samstag, 1. Februar 2014

Der Randonneur - oder die Suche nach dem passendem Bike

"ich will ne größere Strecke Richtung Ostsee fahren, aber nicht mit nem Fully!"
Das war jetzt nicht sein genauer Wortlaut, trifft aber den Kern seiner Aussage.
Jeden 1. Sonnabend im Monat gibts bei Lucky Bike an der alten Messe einen Gebrauchträdermarkt.
"Vielleicht finden wir ja da was?" und schon saß ich heute bei Rocko im Auto und wir fuhren auf Grund eines heißen Tipps eine Stunde früher, gegen 9 Uhr, zum Laden.

Dort angekommen, stand da nur ein vereinzeltes Pärchen davor, also noch genug Zeit für nen Kaffee.
Nach 2 Automatenkaffee vom Pizza-Döner Laden, indem uns die Reinemacherfrau auf gebrochenem Englisch bediente, und mehreren philosophisch geprägten "Ich hab ja nix gegen...,aber...!" - Gesprächen, stellten wir uns hinter einer größeren Anzahl von Leuten an, die das gleiche im Sinne hatten.
Die Stunde früher dort auf zu tauchen macht wirklich Sinn wenn man unbedingt mit einem Rad nach hause gehen möchte.

Als der Laden seine Türen öffnete, war die Schlacht um die besten Räder endlich im Gange.
Von Rädern sahen wir erstmal nix, nur Menschen.
 Der Wahnsinn was abgeht, wenn einige Schnäppchen wittern.

Wer zuerst kommt, fährt zuerst! Deswegen ein paar kleine Hinweise:
- seid etwas früher da, eine halbe Stunde vor der eigentlichen Öffnungszeit sollte reichen
- der Verkauf findet unten rechts im Lager statt
- geht zu zweit
- macht euch vorher genau aus, was ihr sucht und konzentriert euch auch nur darauf
- nur Bares ist wahres! EC wird dort nicht akzeptiert!
- die Preise gehen bei 20 € los, für aktuelle Modelle oder Klassiker gehts schon mal bis 300 €
- Ausweis einpacken, als Pfand für die Probefahrt
- ihr könnt euer Rad gleich vor Ort registrieren lassen
- die Räder scheinen alle fahr bereit zu sein, die meisten sind aber nicht STVO mässig ausgestattet

Größtenteils stehen dort die Baumarkt Klassiker und Möchtegern-Fullys zum guten Kurs, aber auch das ein oder andere Schätzchen ist zu finden.
Das wunderschöne Peugotrennrad war zu schnell weg, ein altes Damenrad, was etwas aufgehübscht bestimmt das 3 fache des Preises eingebracht hätte, hat mich ins überlegen gebracht.
Da ich aber schon 1 - 2 andere Projekte habe, muss ich erstmal sparen.
Rocko suchte ein Cyclo Crosser, aber der Trend scheint zu neu zu sein um adäquate Gebrauchte in Leipzig zu finden.
Also blieben noch ein verbasteltes Diamant-möchte-gern-Fixie mit 3 Gang Schaltung und 2 Rennräder, eines von Decathlon, eines von Centurion.
Das Diamant erschien uns zu teuer und die beiden Rennräder waren zu klein.
Schade, aber für den einen oder anderen Bastler ist da bestimmt eine gute Basis zu bekommen.
Und für den Gelegenheitsradler gibts dort gute Alternativen zur Neuanschaffung

Etwas ernüchtert klapperten wir noch die Ausstellungsfläche von Lucky Bike und Little John Bikes ab.
Der Erfolg blieb auch hier leider aus. Cyclo Crosser sind für die großen Radketten wohl noch zu exotisch.

Auf dem Weg Richtung Heimat erspähten wir das Radhaus-Leipzig und nur so zum Spaß hielten wir an.

Laut Öffnungszeiten hatte der Laden zwar offen, die Tür überzeugte uns aber vom Gegenteil.
Lediglich ein Schild wies uns daraufhin mal in der Werkstatt um die Ecke vorbeizuschauen.
Gelesen, getan.
Dort empfing uns ein netter junger Herr mit "geflochtenem" Kinnbart und wusste zumindest wovon wir reden.
Im Laden war dann auch ein Cyclo Crosser vorhanden, für läppische 3600€!
Etwas über dem gesetzten Budget.
Zurück in der Werkstatt berichtete Rocko was er genau vorhat.
"Ein Randonneur!" - ein was? Das zumindest sagten wohl unsere Blicke.
Quasi ein straßentaugliches Rennrad mit Beleuchtung, Gepäckträger, Nabendynamo vielleicht sogar Nabenschaltung usw.
Er baue sich gerade eins auf, mit elektronischer Schaltung! Ich war jetzt völlig baff.
So kamen wir ins Gespräch über individuelle Räder, schlechte Serienausstattung, die perfekte Radtasche und andere Details.
Vielleicht muss ich mich hier bei Rocko nochmal entschuldigen, weil jetzt 2 Leute auf ihn einquatschten, welches das für ihn passende Bike wäre.
Ich für meinen Teil war vonder Idee eines Randonneurs angefixt und erfreut andere Leute zu treffen, die die ganze Fahrrad-Auto Sache ähnlich wie ich sehen.

Mein Fazit: Bikes von der Stange ja, aber ich muss sie auf meine Bedürfnisse umbauen.







Freitag, 24. Januar 2014

Donnerstag, 23. Januar 2014

Leipzig und die Radfahrer!

In den letzten Jahren schreitet die verkehrstechnische Entwicklung für Radfahrer stetig voran.
Wir haben neue Radwege, BikeSharing und für dieses Jahr hat sich der Stadtrat so einiges vor genommen. So soll der Innenstadtring nutzbar für Radfahrer werden, mal sehen wie sich die Politiker das vorstellen.
Leider ziehen da nicht alle mit.

So ist es im MDV möglich sein Fahrrad ohne Kosten mitzunehmen, zumindest ist das in S-Bahnen so.
In diversen Großstädten in Deutschland wohl auch, hier sei Hamburg mal erwähnt.
Und in Halle gibt es eine Abokarte die zwar 16€ mehr kostet, dann aber die Fahrradmitnahme uneingeschränkt gestattet.

Wie sieht es derzeit in Leipzig aus?
Das Fahrrad darf mit genommen werden wenn man einen Kinderfahrschein dafür löst. Studenten dürfen ihr Velo von 19 - 5 Uhr mitnehmen ohne Aufpreis. Klapp- oder Falträder dürfen ebenfalls kostenfrei transportiert werden, wenn sie verpackt sind.

Auf meine Anfrage warum es in Leipzig den keine Monatskarte nach Hallenser Modell gäbe, antwortete man mir sinngemäß, das Fahrräder zu viel Platz wegnehmen. Das würde Sinn machen wenn die Mitnahme des Rades grundsätzlich verboten wäre. 

Und warum "nachts" nur Studenten in den Genuss von Beförderungsprivilegien kommen ist mir ebenfalls schleierhaft.
 
Leipzig will immer moderner, hipper und weltoffener werden, aber an solch Kleinigkeiten wird sich dann gerieben.

Wenn ihr das ähnlich wie ich seht, dann unterzeichnet doch folgende Petition.
Danke!

www.openpetition.de

Mittwoch, 22. Januar 2014

Einkaufen!

Weihnachten war vorbei!
Die Geldkassen und Kinderzimmer gut gefüllt!
Wir hatten die Idee, einen Tisch für das Puppenhaus unserer Tochter zu kaufen und ein Regal für unser Werkzeug.
Also ab in die Möbelkaufhäuser.

Da gabs schon die erste Hürde. Im Gegensatz zu Klamottenkaufhöhlen, konzentrieren sich die einschlägigen Möbelhäuser leider nicht in der Innenstadt sondern eher im urbanen Speckgürtel oder im Leipziger Umland.
Der Preisvergleich musste über das Smartphone statt finden da wir leider nur 2 Möbelhäuser abklappern konnten.

Hängen geblieben sind wir in unserem Stammmöbelhaus MöbelBOSS, zum Glück in unserer Nähe.
Tisch und Regal waren schnell gefunden. Der Tisch war vorrätig, das Regal leider nicht. Was sich dann als Glücksfall heraus stellte.

Kurz die Eckdaten: Tischpaket 120x80x5 cm, 15 - 20 kg
Weg vom Möbelhaus zur Haltestelle: gefühlte 5 km
Flüche die ich nur im Gedanken geäußert habe: 1.000.000

Das war das erstemal das ich mir mein Auto zurück gewünscht habe.
Die Blicke auf der Straße und im Bus sind dafür unbezahlbar und ich weiß genau was die alle dachten: "Die Armen, keine Kohle für ein Auto!" Woher sollen die es auch wissen, für mich war das der Lohn der Mühe und natürlich das Gefühl den Tisch mit eigener Manneskraft nach hause zu tragen.
Das Regal kam 2 Wochen später, es war leichter, der Weg war kürzer und die Blicke haben mich auch nicht mehr interessiert.

Unseren "normalen" Einkauf erledigen wir nebenbei, beim Kinder abholen, auf dem Arbeitsweg usw.
Rucksack und Beutel sind dafür immer dabei. Das hat positive Nebeneffekte, wir kaufen nur noch das was wir weg bekommen und holen dadurch vielfältiger ein, weil wir nicht nur zum Kaufland, Aldi oder Lidl rennen sondern unterwegs einfach dort einkaufen wo sich gerade die Gelegenheit bietet.

Einen Luxus gönnen wir uns da noch, wir lassen uns die Getränke per Post liefern.
Der Saft schmeckt echt lecker, wir bevorzugen Johannisbeere, Apfel und Orange.
Das ist nicht viel teurer als im Laden.
Beim Bier sieht es da anders aus, das ist erheblich teurer, aber auch um Welten besser!
Das erleichtert vieles, wer da auch drauf Lust hat, schaut mal bei den Links vorbei.

http://www.deinsaft.de/
http://www.bierzwerg.de/

Viel Spass!

Die Tücken des Winters...

...habe ich gestern zu spüren bekommen.
Trotz Spike-Reifen hats mich auf spiegelglattem Wege vom Bike geschmissen.

Zum Glück ist dem Rad nichts passiert, aber leider mir.

Der Ellenbogen ist gebrochen, mindestens 3 Wochen kein Rad fahren.
Mit einer Hand bloggen ist auch recht anstrengend.
Deswegen wirds hier die nächsten 3 Wochen etwas ruhiger werden und das so kurz nach dem Start.

Aua!

Dienstag, 21. Januar 2014

Was mach ich hier?

Am 23.12.13 hab ich mich zum ersten mal gefragt, was mit mir nicht stimmt.
Ich traf mich mit einem Freund um gemeinsam mal einen Berg runter zu fahren.
Aber nicht auf dem normalen Wanderweg, nein, quer durch die Botanik.
Downhill nennt das wohl der Fachmann!
Nun gibts in Leipzig nicht so die richtigen Berge, aber für mich hats gelangt.
2x Fockeberg und 2x Scherbelberg, mein Freund ist da runter "geflogen" ohne sich hinzupacken und ich musste lernen, das Berg ab bremsen manchmal schief gehen kann.

Zwischen den 2 "Bergen" lag noch ein herrlicher Trail.
Ich wusste gar nicht was auf 2 Rädern möglich ist. Und jetzt bin ich angefixt.
Freue mich schon auf das nächste mal, wenn sich ein paar Idioten mit mir unsere Hügel runter stürzen.

Das Bike isn Scott Hardtail und eine Leihgabe, dafür nochmal danke!








Montag, 20. Januar 2014

Projekt CarSharing

Ganz auf ein Auto möchten wir nicht verzichten, zumindest nicht auf das Gefühl, eins zu "haben" wenn man eins braucht.
Da kam uns folgendes Angebot wie gerufen!

http://www.mdv.de/inhalte/teilauto.php

Was der MDV, TeilAuto oder die LVB aber vergisst zu erwähnen, es wird eine Schufaanfrage erhoben.

Wir waren also am LVB InfoPunkt in der Stadt, man muss da nämlich persönlich vorsprechen.
Dort wurden die Personalien aufgenommen und die Daten abgefragt.
Aber so einfach wie die Werbung das suggeriert, war es dann bei uns leider nicht.

Die Schufa gab einen Score von ca. 82 % aus, was wohl ein erhöhtes Risiko bedeutet.
Also erstmal kein TeilAuto.

Dann fragen wir eben die Schufa was das soll, nun ja, das brachte auch keine Punkte.
Die Schufa hält sich über ihr Bewertungssystem sehr bedeckt.
Andere Schufaanfragen vielen übrigens positiv aus, seltsam!

Okay, vielleicht lässt ja TeilAuto mit sich reden?
Das taten die auch, und zwar sollen wir nun eine Kaution von 250€ statt der beworbenen 50€ zahlen.
250€ die für uns dann totes Kapital bedeuten, aber wir werden wohl in diesen sauren Apfel beißen.

Schade!

Sonntag, 19. Januar 2014

Reaktionen!

Was? also das könnt ich nicht!
Cool, aber für mich unvorstellbar!
Da sollte ich mal drüber nachdenken, aber ich glaub das würde mir schwer fallen!

Das waren bisher die meißten Äußerungen die ich gehört hab.

Ich hatte schon mit Dingen gerechnet, wie: Bist du nicht mehr ganz bei Trost? Absoluter Irrsinn!
Wie kannst du nur, und das mit Kindern!

Aber eigentlich waren bis jetzt nur positive Äußerungen dabei, meist musste ich interessierte Fragen beantworten wie:

Und wie kommst du auf Arbeit?
Wie macht ihr das mit 2 Kindern?
Wie wollt ihr den in den Urlaub kommen?

Berechtigte Fragen, zumindest wenn man sich ein Leben ohne Auto nicht vorstellen will.
Hat man das dann mal hinter sich gelassen, eröffnen sich ganz neue Lösungen.
Heutzutage gibt es soviele alternativen zum eigenen Auto, das man(n) darauf in Ballungszentren ohne Probleme drauf verzichten kann.

Wenn ich das dann erzähle, dann sehe ich meißtens wie mir die Leute innerlich zustimmen, aber dann einfach nicht bereit sind, auf den Komfort eines eigenen Autos zu verzichten.

Jeder wie er will!

Achso, vielleicht sollte ich noch die Fragen beantworten.

Auf Arbeit fahre ich mit dem Rad und der S-Bahn.
Mit 2 Kindern ist das genauso wenig ein Problem, da fahren wir mit Bus und Bahn, im Notfall mit dem Taxi und wir treiben unser nächstes Projekt TeilAuto voran.
Für den Urlaub gibts Leihwagen, Flugzeuge und die Bahn.

Alles kein Problem!

Autolos in Leipzig

Hallo,
Ich bin das "Familienoberhaupt" einer 4 köpfigen Familie und ich habe letztes Jahr einen folgenschweren Einschnitt für uns beschloßen!
Nachdem mein Arbeitgeber letztes Jahr umgezogen ist und jetzt super mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen ist, haben wir uns zusammen gesetzt und beschlossen, wir versuchen es mal ohne Auto.
In den letzten 10 Jahren hatten wir 5 verschiedene Autos, 6 Jahre davon bin ich als Pendler sogar bis Belgien unterwegs gewesen.
Ein Leben ohne Auto? Für mich damals undenkbar.
Im letzten Jahr, 2013, ist unser 2. Kind geboren und wir machten das, was alle wachsenden Familien tun.
Wir kauften einen Kombi, der stand 6 Monate vor der Tür und wurde in der Zeit sage und schreibe 2000km bewegt.
Deshalb machten wir ende des Jahres das, was kaum einer tut. Wir verkauften das Auto und entschieden uns dafür es ohne eigenes zu probieren.
Als Alternative entschieden wir uns für den ÖPNV, das Fahrrad und eine CarSharing - Variante!
ÖPNV und Fahrrad waren recht unkompliziert, die Sache mit dem CarSharing sieht da etwas anders aus.
Was unser Umfeld darüber denkt, wie wir nun unseren alltag gestalten, was wir gewonnen und was wir verloren haben, das werden wir hier mit euch teilen.
MfG