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Freitag, 2. Januar 2015

Bagaboo Messenger Bag

Je mehr man sich mit dem Thema Fahrrad beschäftigt, umso mehr Facetten entdeckt man.
Fahrrad fahren ist dann nicht mehr länger nur eine Art von Mobilität, es macht auch Spaß sich mit all den Gadgets rund ums Rad zu beschäftigen.

Eines der nötigsten Gadgets ist wohl die Fahrradtasche.
Ich habe zuerst wie jeder andere auch mit einem Rucksack angefangen, bin dann aber schnell an dessen Grenzen gestoßen. Und so richtig gut sah das dann auch nicht aus.

Die Welt der Fahrradkuriere fasziniert mich beim Thema Rad fahren am meisten und so schaute ich mir an, mit welchen Gepäck diese Jungs unterwegs sind.
Da stößt man dann schnell auf die Kuriertaschen oder Messenger Bags.
Legt man dann noch Wert auf individuelle Gestaltung kommt man wohl an den Jungs von Bagaboo nicht mehr vorbei.

So eine Messenger Bag sollte es also sein, passend in der Farbgebung zum meinem Crosser und ausreichend groß sollte sie sein.
Bei Bagaboo gibt es eine riesen Auswahl an Farbkombinationen der einzelnen Bestandteile der Tasche und somit auch etliche Konfigurationen.
(Die gesamte Farbpalette findet ihr unter: http://www.bagaboo.hu/en/info/colors)

Meine Wahl fiel auf die Standard Messenger Bag in der Größe M.
Mit folgenden Extras:

  • Schlüsselclip
  • Zusatztasche mit Reißverschluss
  • Rückentasche mit Zusatzpolster
  • zusätzliche Packgurte
  • Halter für Bügelschlösser
  • Airflow Rückseite
  • individuelle Stickerei


Gekauft hab ich mir das Teil für ca. 180€ bei http://www.goldsprintshop.com/
Ich hab knapp 2 Monate auf meine Tasche gewartet, das muss man leider in Kauf nehmen, wenn man die Tasche individuell gestalten möchte.
Die Tasche besteht außen aus Cordura Gewebe und innen aus LKW-Plane. Der Schulterriemen ist aus dem gleichen Material wie die Gurte im Auto. Alles in allem macht die Tasche einen sehr robusten Eindruck, der hat natürlich mit knapp 2kg Eigengewicht auch seinen Preis.
Ich bin mit der Tasche auch im Regen unterwegs und sie ist 1000% wasserdicht, natürlich nur wenn der Deckel richtig geschlossen ist.

Was passt rein? Der Härtetest war eine 4 tägige Schulung, die ich ohne weiteres Gepäck bestreiten wollte.
Ich hatte in der Tasche also Klamotten für 4 Tage dabei, ein Ultrabook, Netzteile für Handy und PC, Kulturbeutel und diverse Kleinigkeiten.
Es ist schon irre was das Ding schlucken kann, wenn es darauf ankommt.
Meistens nutze ich die Tasche im Alltag, nehme sie zum Einkauf oder auf meinem Weg zur Arbeit.
Wichtige Dokumente passen dafür ausgezeichnet in die Rückenpolster Tasche und sind dort hervorragend vor dem Knicken geschützt. Weiche Sachen lassen sich weniger gut transportieren, insbesondere Obst oder Gemüse kann zerquetscht werden. Da hilft nur eine Plastikbox.
Transportiert man sperriges Gut, muss man etwas rum probieren bis die Tasche bequem sitzt. Dank des Rückenpolsters sticht oder drückt da aber nichts. Das Tragegefühl ändert sich etwas, was aber die Funktion nicht beeinträchtigt.
Die Extratasche mit Reisverschluss eignet sich hervorragend für Handy, Kleingeld und andere kleine Dinge. Ich hatte aber auch schon ein Taschenbuch darin.
Weiterhin gibt es 3 Netztaschen von denen die 2 äußeren 1L Trinkflaschen aufnehmen.





Der Bügelschloßhalter ist eine feine Sache, leider aber nicht ausgereift genug.
Ich hab schon ein Schloß verloren, weil es mir aus dem Halter gerutscht ist. Wenn man den Halter sehr straff einstellt halten die Schlösser, ich habe aber meines zusätzlich noch durch einen Gummi gesichert.



Der Schulterriemen hat ein System mit den man ihn schnell enger oder weiter stellen kann, das ist extrem praktisch wenn man was aus der Tasche holen möchte ohne diese ab zu setzen. Ein Zusatzgurt verhindert das verrutschen der Tasche während der Fahrt, leider muss ich den Verschluss des Riemens immer suchen, weil dieser bei nicht Gebrauch am Hauptriemen nach unten rutscht. Auch verhindert er das verrutschen der Tasche nur zu 99%, ein wenig bewegen tut sich die Tasche schon. Fühlt sich aber nur komisch an, die Tasche hält trotzdem fest auf dem Rücken.



Die Tasche ist bei mäßiger Beladung extrem bequem. Die einseitige Belastung spielt auf dem Rad kaum eine Rolle, da die Tasche hier auf dem Rücken aufliegt. Aber auch beim Spaziergang habe ich keine Belastung bemerkt.
Das Schulterpolster tut seinen Dienst hervorragend und nimmt dank Schlaufen und Klettbändern einige Extras auf, bei mir ist es der Karabiner fürs Schlüsselbund.



Alles in allem bin ich immer noch begeistert was diese Tasche fasst und wie vielseitig sie ist. Die Verarbeitung ist hervorragend, die Materialien erwecken den Eindruck, das das Teil ein Leben lang hält und sie sieht einfach fantastisch aus, das „tröstet“ dann über die kleinen Mankos hinweg.
Wenn ich mich nochmal für eine Tasche entscheiden müsste, es wäre wieder eine Bagaboo, nur vielleicht diesmal eine Nummer größer!



Dienstag, 12. August 2014

Krieg auf den Straßen

Ich weiß, jeder sagt mir das, aber ich kann nicht anders.
Ich muss sie lesen, die Kommentarspalte der LVZ.
Wie bei jedem Online-Presse-Erzeugnis ist sie der Hort des dümmsten Phrasengedräsches des Netzes.
Hier kann man sich anonym bepöbeln, beschimpfen und seine dummen Stammtischparolen vom Stapel lassen. Publikum gibt es schließlich genug.
Zu meinem Selbstschutz werde ich mich dort nicht registrieren, möchte aber auf meinem Wege in folgende Debatte einschreiten!

Kurz vor weg. Ich bin kein Auto-Hasser. Einige Autos finde ich sogar sehr ästhetisch.

Ich kann nur manchen Auto-Lenker nicht verstehen und die Starrsinnigkeit das mir ein EIGENER PKW Mobilität, Komfort und Luxus schenkt, das mag zwar in Teilen zutreffen, aber nicht in Leipzig.

Im Folgenden spar ich mir auch, zu bestimmen welches Geschlecht die Kommentatoren haben, dies gehört zu ihrer Anonymität und sie werden mit "Der Kommentator" angesprochen. Ich bitte dies bei allen Leserinnen zu entschuldigen.


LVZ: CDU-Chef Clemen fordert Abkehr vom starren Streifen


Den Artikel lasse ich bewusst außen vor, ich möchte lediglich die Kommentare bewerten und vielleicht das eine oder andere Argument entkräften.

Man verzeihe mir meine Einseitigkeit, ich probiere mich auch in die Gegenseite einzufühlen, ich besitze nun mal kein eigenes Auto mehr.

Die Kommentare habe ich fett und kursiv hervor gehoben.


Los gehts:


Gleich der erste Kommentar enthält folgenden Satz.


Größer Einkäufe transportieren sich schlecht mit dem Rad. Und wer die Kosten für ein Auto hat spart sich die Öffentlichen ( schon bei den Preisen ) !


Wir sind eine 4 köpfige Familie ohne Auto, wir machen unseren Wocheneinkauf ohne das Blechgefährt. Das ist zumindest in Leipzig auch nicht schwer, im Umkreis von ca. 1 km haben wir 5 Einkaufsmärkte sogar einen Supermarkt und mehrere kleine Läden.

Wer behauptet das sich größere Einkäufe schlecht mit dem Rad transportieren lassen, hat noch nie ausprobiert was alles in heutige Fahrradpacktaschen rein passt. Auch ist der Ablauf viel entspannter.

Einkauf mit dem Auto:


-aufs Parkdeck fahren

-Parkplatz suchen (meist weit weg vom Eingang)
-Einkaufswagen holen
-Pfand und Kinder einladen
-Einkaufen
-an der Kasse alles in Tüten packen
-die Tüten und die Kinder ins Auto laden
-Einkaufswagen wegbringen
-nach Hause fahren
-erneute Parkplatzsuche bzw. parken in 2. Reihe (außer man hat einen Stellplatz)
-ausladen und ggf. umparken
-auspacken und feststellen, dass man die Plastiktüten nicht braucht und entsorgen

Einkaufen mit dem Rad


-direkt vor die Tür des Marktes fahren, denn dort sind meist die Stellplätze

-die Einkaufswagen befinden sich auch gleich dort
-Packtaschen (mit Pfand) und Kinder einladen
-Einkaufen
-an der Kasse alles in die Packtaschen packen
-Am Eingang alles aufs Fahrrad packen
-nach Hause fahren
-Rad in den Keller
-Kein Müll weil ich meine geliebten Packtaschen wieder verwende

Ich muss gestehen, wir kaufen keine großen Mengen Getränke mehr. Wir filtern unser Leitungswasser lieber und sprudeln dieses mit CO2 auf und/oder mixen es mit Fruchtsaftkonzentrat.

Und mein Bier kommt bequem mit der Post.
Wer den schweren Kram noch selber schleppen muss kann das gerne noch an die Liste mit anfügen.

Den vermeintlichen Komfort den das Auto bringt, gibt es nicht. Ich habe davon in der Großstadt keinen Mehrnutzen und trotzdem sind die Leute zu bequem dies zu erkennen.

Also fahren sie lieber die ca. 2 km mit ihrem Auto, obwohl ja Kurzstrecke so schädlich ist fürs heiß geliebte Blech. Sie sind frustriert weil es keine Parkplätze gibt und weil die Kinder quängeln und denken sie hätten Zeit und Geld gespart. Mit Nichten, sie haben Nerven gelassen.

Kostenvergleich ÖPNV zu Auto

Der 2. Satz bezieht sich auf die Kosten, die man sich für den ach so teuren ÖPNV spart.
Wir besitzen 2 Monatskarten a 115€.
Damit können wir am WE im gesamten Netz des MDV fahren und in der Woche in ganz Leipzig.
Getrennt voneinander und wann und so oft wir wollen.
Unser Auto kostete damals 160€ Steuern, 800€ Versicherung im Jahr.
Macht im Monat 80€, dann kamen noch mal ca. 80€ Sprit im Monat dazu. Sind wir bei 160€.
Da sind noch keine Reparaturen mit drin und es konnte immer nur einer das Auto nutzen (wer 2 Autos hat verdoppelt ganz einfach die Kosten) und weil es neu war, kam die Rate bzw. der Anschaffungspreis auch noch mit dazu. Nimmt man das zusammen ist man bei ca. 300€ jeden Monat nur um in Leipzig mobil zu sein. Muss man natürlich pendeln und fährt viel weitere Distanzen muss man die Rechnung anders aufziehen. Aber nur für den Raum Leipzig geht die Rechnung nicht auf.

Wenn man den ÖPNV attraktiver machen wollte, dann müsste man den Menschen auch mal attraktivere Angebote unterbreiten, anstatt sie nur in schöner Regelmäßigkeit mit steigenden Fahrpreisen zu konfrontieren. 65,40€, was ja umgerechnet über 2€ pro Tag sind, 1,80€ für ein Kurzstreckenticket oder 9,20€ für 'ne 4er Karte mit 'ner Ersparnis von nicht mal 5% gegenüber den Einzeltickets, das ganze bei oftmals überfüllten Bussen und Bahnen, verleiten nicht gerade dazu, vom eigenen Untersatz auf die LVB umzusteigen. 
Über die geforderte Kosteneinreduzierung bei den LVB kann ich nur milde lächeln. Letztlich wird und wurde bei den politischen Entscheidungsträgern doch alles durchgewunken, was von den Verkehrsbetrieben gefordert wurde, Entscheidungen darüber allenfalls zeitlich etwas hinausgezögert. Die Probleme, die sich daraus ergeben und jetzt mehr und mehr zu Tage treten, sind hausgemacht. Und das nicht erst seit gestern...


Kommentar Nummer 8 geht auch nochmal auf den ÖPNV ein. Die Kosten haben wir oben schon auseinander genommen, darauf muss ich nicht mehr eingehen, nur eins, wer günstiger (Rad und zu Fuß ausgenommen) als mit 2€ pro Tag durch Leipzig kommt, möge mir bitte sagen wie.

Die Kritik an der LVB kann ich nicht ganz teilen. Überfüllte Bahnen und Busse erlebe ich eigentlich nur zu Großveranstaltungen im Sportforum. Doch hier alleine der LVB die Schuld zu geben ist nicht richtig. Alleine, dass das Sportforum mittlerweile im Zentrum liegt und es logistisch kaum möglich ist die Massen dort ordentlich weg zu leiten, ist auch eine krude Fehlplanung unserer Stadt. Natürlich möchte man die Sachen nutzen die schon vor Ort gegeben sind, aber das Zentralstadion weiter als solches zu betreiben finde ich rein aus verkehrspolitischer Sicht eine Katastrophe. Hier hätte ein Stadion vor den Toren der Stadt mehr zur Entspannung der Verkehrssituation beigetragen. Nicht auszudenken wie groß das Chaos zu Olympia geworden wäre.
In der S-Bahn kommt es auch oft vor, dass diese recht voll sind. Aber das ändert sich hoffentlich wenn die neuen Wagen endlich kommen.
Und selbst wenn mehr Leute mit Bus und Bahn demnächst fahren werden, so wird die LVB auch darauf reagieren müssen, mit mehr Fahrzeugen und geänderten Taktzeiten. Obiges Argument beschreibt also nur bedingt den Status Quo und ist meines Erachtens haltlos.

Macht einfach die Straßenbahn und den Bus wieder billiger, dann fahren mehr Leute damit, das bringt mehr Einnahmen durch mehr Fahrkartenverkäufe, mehr Einnahmen, weil angeblich mehr Leute irgendwelche Werbung an Haltestellen anglotzen und wahrscheinlich noch irgendwelche Fördermittel, 


Kommentar 18 geht auch noch mal auf das Thema ÖPNV ein.

Mit Nichten reicht es, durch geringere Preise die Leute dazu zu bewegen ihre "Komfortzone" Auto zu verlassen. Das Problem dabei, man sieht nur Fahrpläne nach denen ich mich richten muss, fremde Leute mit denen ich fahren muss und die Bimmel hält nicht direkt vor meiner Tür.
Das ist schade, dabei sind die Fahrpläne klasse. Tagsüber kommt eine Bahn idR alle 10 min. Hab ich mal eine verpasst muss ich nicht lange warten. Hab ich einen wichtigen Termin, mach ich einfach früher los. "Erst auf den letzten Drücker weil das schaff ich ja mit dem Auto noch..." ist dann passé. 
Zum Glück, ich habe weniger Stress, beschimpfe weniger andere Verkehrsteilnehmer und komme dadurch entspannt und gelockert an und kann mich voll auf meinen Termin konzentrieren.
Ich beobachte gerne Leute in der Bahn, das ist manchmal lustig, manchmal traurig. Aber ich habe immer was zu erzählen. Oft kommt man auch mal ins Gespräch mit netten Leuten. Am wichtigsten ist jedoch, man erkennt das man nicht alleine ist, das soziale Gefüge verstärkt sich bei mir dadurch, ich bin nicht abgeschottet allein in meinem Panzer unterwegs sondern übe mich jeden Tag in Empathie.
Und die paar Meter zur nächsten Haltestelle, beim dichtesten Straßenbahnnetz Deutschlands ist das keine Untertreibung, halten mich fit.
Der ÖPNV kann eigentlich nur über Sauberkeit, eine hohe Verfügbarkeit (Bahnen in technisch einwandfreiem Zustand, kürzere Taktzeit) seine Attraktivität steigern. Leider ist Mobilität fast nie kostenfrei. Der Leipziger soll erkennen, das man in Leipzig mit Auto nicht so mobil ist wie mit der Kombination aus ÖPNV, Fuß und/oder Rad!

Hat der Mann sich schon mal überlegt, wie der Verkehr fließen könnte, wenn nicht in vielen Straßen Autos parken würden? Ich mein das oft links und rechts eine blockierte Spur!


Kommentar 19, sehr schönes Argument. Das übersehen viele Autofahrer, ihr Vehikel nimmt auch ungenutzt enorm Platz weg. Es steht sinnlos am Straßenrand, nimmt beim überqueren die Sicht und rostet dort vor sich hin. Nur um min. 2 mal am Tag genutzt zu werden. Und selbst wenn es genutzt wird, ist die Raumausbeute eher geringer als der Nutzen. Schon alleine weil man eh meistens allein im Auto unterwegs ist.





Zu Hrn. Kasek & Fr. Nagel: Auch Fr. Nagel wird eines Tages verstehen, dass ein erheblicher Teil des Kfz-Verkehrs auch unternehmensbedingt ist & auch zum Zweiten erheblichen Teil Pendlerverkehr beinhaltet. Ich möchte mal ernsthaft wissen wie Fr. Nagel sich vorstellt wie denn beispielsweise ein Handwerkstrupp zum Kunden kommen soll ohne PKW. Falls jetzt wieder einer kommt mit "Carsharing", dass wird bei mittelständischen Handwerksunternehmen schlecht klappen


Kommentar 26 wir haben auch Pendler und gewerblichen Verkehr in der Stadt.

Aber auch hier gibt es Modelle um das zu lösen. Park & Ride in Verbindung mit ÖPNV und Pendlertickets zum Bsp.
Ich als Pendler möchte doch so schnell wie möglich raus aus der Stadt und nach Hause.
Ich denke das ist auf diese Weise schneller und effektiver als sich mit dem eigenen PKW durch die Stadt zu quälen.
Es gibt Gewerbe die auf den PKW angewiesen sind, für die wäre dann ausreichend Platz.
Ich möchte das Thema aber bei einem anderen Kommentar auseinander nehmen.

Handwerker mit dem Lastenrad? Noch nie gesehen, bei mir kommen sie , sofern notwendig, immer mit den voll gepackten Transporter um alles "dabei zu haben" was man so brauchen könnte - von Geräten bis zum Material. Egal welche Art von Handwerker - außerdem oft von quer beet "sonstwo" aus Leipzig bzw. Umgebung. Glaube wenn "ich" denen mal den Vorschlag vom "Lastenrad" machen würde, wäre ich gleich "ihr bester Freund" ;-).


Kommentar 29 ist eine Reaktion auf den Vorschlag, den gewerblichen Verkehr auf das Lastenrad zu verteilen.

Ich glaube kaum, das die Gerüstbauer auf der nächsten Baustelle mit 50 Lastenrädern aufkreuzen. 
Jedoch gibt es Gewerbe die sehr wohl mit dem Lastenrad funktionieren.
Das Problem liegt hier woanders.
Dank des Autos haben wir uns eine "grenzenlose" Mobilität geschaffen, glauben wir. 
Und nun müssen wir die Früchte dieser Annahme ernten. Es ist daher kein Problem wenn wir eine Firma nehmen, die 40km weg liegt als den Klempner um die Ecke und das nur weil die andere Firma 20€ günstiger ist. 
So wird es auch von den Kommunen vorgelebt, so müssen Ausschreibungen veranlasst werden. Statt den lokalen Markt zu fördern, werden Firmen aus anderen Städten damit beauftragt hier zu arbeiten. Na klar müssen die mit dem Auto kommen. 
Nicht anders ist es beim Pendelverkehr, dieser entsteht nur durch die Meinung, dass heutzutage jeder per PKW mobil sein muss um zur Arbeit zu kommen. Und anstatt dann über die Verkehrsproblematik zu schimpfen, sollte man doch lieber die Kommunen mal fragen, warum man seine Arbeit woanders suchen muss, warum nichts Lokales gefördert wird, warum jedes Unternehmen so geil darauf ist, das man gefälligst einen Führerschein braucht.
Ich möchte damit aber nicht in Abrede stellen, das es nach wie vor Gewerbe gibt, die das Auto benötigen. Lieferdienste, Speditionen uvm.
Alle anderen leben nur in der "Komfortzone" Auto und baden den Teufelskreis aus, den uns der eigene PKW gebracht hat.

Endlich regt sich einer in der Politik: Die aufgemalten radstreifen auf leipzigs Straßen sind ein Witz - Es werden den Autofahrern eine Spur weggenommen wenn nur eine bzw. zwei Spuren da sind. Bsp.: Kreuzung Schumannstr. Lützowstr. Die westtangende wird auf eine Spur verringert. 100 PKW - kein Radfahrer!! 


Kommentator 35 ist dem Phänomen erlegen dem wir alle jederzeit erliegen.

Er sieht nur den Moment, nämlich die halbe Stunde die er auf der Georg-Schumann-Str. verbringt. 
Für mich ist es eine der wichtigsten Zufahrtsstraßen mit dem Rad in die Stadt.
Um dieses Argument zu entkräften, müssten mal die Verkehrsteilnehmer gezählt werden.
Desweiteren ist eigentlich die B6n bzw. Max-Liebermann-Str. als Ausweichroute für die Schumannstr. gedacht. Zumindest um nach Schkeuditz zu kommen, ist dies auch die bessere Alternative. 
Hier dienen auch die Radstreifen dazu, die Straße für Autos unattraktiv zu machen, eben um sie auf die Max-Liebermann-Str. zu zwingen. Die Anwohner haben hier leider das Nachsehen, insoweit sie auf das KFZ dringendst angewiesen sind.

Man könnte auch noch extra Kinderwagenspuren auf die Straße malen, um den Kitawahn die Krone auf zu setzen.


Aber dank dieses Zusatzes des gleichen Kommentators spreche ich ihm/ihr jegliches Einfühlungsvermögen ab und bin mir sicher, das er/sie sich weder mit dem einen noch dem anderen Thema auseinander gesetzt hat.


Radfahrer gehören auf den Radweg, egal wo und wie dieser einge-
richtet ist


Kommentar 36 dessen erster Punkt ist schlichtweg falsch.

http://bernd.sluka.de/Radfahren/rechtlich.html

Ich freue mich auf den gestrichelten Radstreifen. Endlich Schluss mit der Zeit wo lächelnde Radfahrer am Stau vorbeifahren, wenn ich jetzt den Radweg zustelle


Kommentar 39 was soll man dazu noch sagen? Nur weil ich nicht weiter komme soll auch kein anderer das können? 

Auch hier fehlt jegliche Empathie. Kein Verständnis von Mobilität ist hier vorhanden vielleicht müsste man hier wirklich überprüfen ob der Kommentator überhaupt die psychische Reife besitzt am Straßenverkehr teilzunehmen!

In Ausland werden 6 spurige Straßen gebaut -da sollte man sich mal Anregungen holen, statt nur zu diskutieren wie wo und wann Radfahrwege angelegt werden. 


Kommentar 42 so viel zum Thema Platz. Möchte dann mal sehen wie dieser Kommentator die Straße zu Fuß überquert? Und mit Nichten klärt das das Verkehrsproblem. Man schaue sich Metropolen in den Staaten an. Da steht der Verkehr auf bis zu 10 Spuren.

Nun ist Leipzig nicht mit diesen Metropolen vergleichbar. Alleine unsere Einwohnerzahl ist weitaus geringer. Das reicht dann glaub ich auch als Gegenargument aus um die 6 spurige Straße zu entkräften. Außer wir haben alle 2 Autos mit denen wir gleichzeitig rund um die Uhr fahren.

Dann fahren sie mal für eine 4-köpfige Familie mit dem Fahrrad einkaufen (inkl. Getränke etc.).
Da ich berufstätig bin, komme ich nur zu diesem einen Großeinkauf in der Woche. Und da ist das Fahrrad definitiv fehl am Platz.
Für den täglichen Arbeitsweg ist das Fahrrad aber gut, da gebe ich ihnen Recht.


Kommentar 44, was zu beweisen wäre. Auch wir sind berufstätig, auch wir sind 4-köpfig. Vielleicht sollte er sein Einkaufsverhalten überdenken? Mehrere kleine Einkäufe sind stressfreier und schneller getätigt als der Horror Großeinkauf, am besten freitags, wenn ganz Leipzig im Kaufland steht. Der kleine Laden um die Ecke hat manchmal das bessere Sortiment, die Preise sind nicht viel höher und anstatt sich sinnlos von der Glotze beprasseln zu lassen, lieber mal Mittwoch Abend 21 Uhr einkaufen. Die neuen Supermärkte ermöglich das ja! Im Übrigen erledigen wir den Großeinkauf nur per Rad oder ÖPNV. Und wer sein Leitungswasser völlig überteuert und mit sinnloser Plastikverpackung aus dem Markt schleppt, was soll man dem noch sagen?


Also ich könnte tatsächlich locker auf mein Auto verzichten. Es steht aber eher selten im Stau, sondern mehr vor dem Haus. Ich brauche es eigentlich nur, um das Kind in die Krippe zu bringen, wenn es stark regnet oder ich Unmengen an Gepäck habe. Wären alle Kinder in einer gemeinsamen Kita in Fußgängerentfernung, kann ich auf die paar Kilometer auch verzichten. Mit Bus und Bahn würde ich 45 min für eine Strecke brauchen. Das geht natürlich nicht. Bleibt das Fahrrad als sinnvolles Fortbewegungsmittel. Für längere Fahrten nehme ich das Auto, weil es ja eh da ist und lache über die horrenden Strabapreise. Warum muss eigentlich der Normalnutzer all die Leipzigpass, Schwerbeschädigtenermässigungen und sonstigen Freifahrten mit subventionieren? Warum nicht eine Haushaltabgabe für 20 E/Monat. Sollte man wirklich überdenken. Es ist ja nicht so, dass ich deswegen jeden Tag quer durch die Stadt gondeln würde. Aber zumindest brauche ich das Gefühl, etwas für mein Geld zu bekommen und das ist bei 2,60 für die Einzelkarte eben nicht der Fall.


Kommentar 48 er/sie denkt zumindest darüber nach. Das ist zumindest das worum es in erster Linie geht. Abzuwägen für welchen Weg ich wirklich ein Auto brauche (und selbst dann gibt es CarSharing). Um nur mal kurz in die Stadt zu fahren sicher nicht. Baustellen, Stau und kaum Parkplätze oder teure Parkhäuser sollten Abschreckung genug sein. Und trotzdem bin ich früher ausschließlich mit dem Auto in die Stadt gefahren. Im Nachhinein betrachtet, eine große Geld- und Zeitverschwendung. Die horrenden Straßenbahnpreise hab ich weiter oben schon widerlegt, jedoch ist der Absatz mit der Haushaltsabgabe sehr interessant. Ich denke auch, dass so ein Projekt funktionieren könnte. Jeder Leipziger zahlt eine gewisse ÖPNV-Abgabe und darf dann diesen auch uneingeschränkt nutzen. Wenn ich eh dafür bezahlen muss und jederzeit einsteigen kann, dann machen das auch einige Leute. Vergleichbar ist dies mit dem Versicherungsmodell unserer Sozialabgaben. Auch wenn ich diese nicht nutze, werde ich davon abgefangen. Ich gebe damit jedem Leipziger die Möglichkeit sich frei und unbegrenzt in der Stadt zu bewegen.



Selten etwas mit so wenig Substanz gelesen wie hier. Zuviele Autos? 
Vielleicht ist Herrn Kasek und Demo-Jule entgangen, dass die Einwohnerzahlen seit Jahren steigen?


Kommentar 50 ich wusste gar nicht, dass das eine mit dem anderen zwingend einher geht?

Wer etwas googelt erhält einige Zeitungsberichte die sich auf Studien stützen, die berichten, dass immer weniger Menschen ein eigenes Auto in Großstädten besitzen. Dabei scheint sich heraus zu kristallisieren, dass je größer die Stadt, desto weniger Einwohner besitzen ein eigenes Auto. Sinn macht das irgendwie schon. In Leipzig ist dieser Trend noch nicht so abzusehen. Jedenfalls ist es für beide Parteien wohl sehr schwer über den eigenen Tellerrand zu sehen und zu akzeptieren, dass es Menschen gibt die auf das eigene Auto verzichten.

Zum einen ist hier die Stadt selber schuld. Statt große Einkaufszentren (mittlerweile auch innerhalb der Stadtbezirke) zu genehmigen wären mehrere kleinere Einkaufsmärkte in fußläufigen Entfernungen sinnvoller. Statt ein eigenes Auto zu benutzen wäre zumindest auch Carsharing eine Alternative für den einen Großeinkauf. Und btw.: Warum gibt es noch keine Lieferservice der Großmärkte wie Kaufland etc.? Ist eben noch nicht notwendig solange Supermärkte mehr auf riesige Parkflächen statt auf eine günstige ÖPNV- Anbindung zu achten...


Kommentar 54 möchte ich umkommentiert lassen, sehe ich genau so.


Die gestrichelten Linien bringen nichts. Radfahrer ärgern sich, wenn Autos drauf parken oder halten und Autofahrer achten dadurch auch nicht besser oder schlechter auf die Radfahrer auf der Straße.

...
Die 3 wichtigsten Grundsätze für meine Mobilität: 1. § 1 STVO 2. Weniger Bequemlichkeit, denn das ist das Autofahren nun mal und 3. einfach mal die tatsächlichen km-Kosten des Auto ausrechnen (sind bei meinem alten Auto z.B. 33 Cent/km)


Auch Kommentar 61 möchte ich fast so zustimmen. Ich denke jedoch, dass die gestrichelten Linien doch was bringen. Sie signalisieren dem Radfahrer, dass er hier fahren kann. Leider denkt auch jeder, dass diese Linie eine unsichtbare Schutzbarriere mitbringt und vernachlässigt so den Mindestabstand. Ich denke jedoch, dass der Effekt, Leuten zu zeigen, dass man hier Rad fahren kann, höher ist.


Es will keiner ausprobieren. (Lastenrad) Auto geht leichter, schneller (bis man wieder von einem Blitzerfoto jammernd zusammenbricht) und so weiter. Der Ton gegenüber Radfahrern hat durchaus was vom Benehmen einiger Autofahrer auf Leipzigs Straßen. Die müssen nämlich dringende Termine einhalten, dafür fahren sie ohnehin schon wie die gesengten ... Fragt sich nur manchmal, welche Termine.


Komischerweise bin ich ohne Auto bisher zu jedem Termin pünktlich erschienen. Ich rege mich auch weniger auf. Ich habe für mich festgestellt, sobald ich in einem Auto als Fahrer sitze, werde ich leicht aggressiv, ich hab auch ständig im Hinterkopf 'hoffentlich bin ich dem Auto hinter mir nicht im Wege, los ich fahr einfach schneller'. Ich kann das auch nicht abschalten, habe das aber erst bemerkt, seitdem ich größtenteils auf das Auto verzichte.

Ich habe aber auch fest gestellt, dass ich mittlerweile anders mit dem Auto unterwegs bin. Ich halte mich an Geschwindigkeiten, nehme mehr Rücksicht, kann besser Fehler verzeihen.
Ich denke, dass viele diese Beobachtungen machen, wenn sie mal einen Perspektivwechsel vollziehen.


Ich weiß, dass ich niemanden aufs Rad zwingen werde, mir ist klar, das ein Leipzig ohne PKWs vollkommen utopisch ist. Und wer meint, sich ein teures Stück Blech vor die Tür stellen zu müssen, der soll das tun.

Ausgenommen sind hier die Geißeln des privaten PKW, die Pendler, die Frauen die nachts alleine unterwegs sind, Menschen die aufgrund von Behinderung ihre Mobilität dank des Autos erhalten oder erweitern.


Wer aber meint, sich als Dorfsheriff auf spielen zu müssen, wer denkt sein Auto als Waffe zu missbrauchen, wer sich darüber aufregt, dass andere schneller sind oder für ihn ein Hindernis darstellen, der sollte tief in sich gehen und darüber nachdenken, ob er hinter einem Lenkrad wirklich richtig aufgehoben ist.


Ich für meinen Teil werde weiter ÖPNV und Rad nutzen, es tut mir gut.


Wir haben alle dasselbe Ziel, gesund und stressfrei bei unseren Lieben zu Hause ankommen. Die Straße ist kein Platz um seine Muskeln spielen zu lassen, sie ist öffentlicher Raum für alle.